Darksiders 2 – First Edition

August 7th, 2012 No Comments »

Für PC,PS3 und XBox 360

Darksiders 2 – First Edition: Noch mehr Umfang – Arena-Modus und New Game Plus angekündigt!

Darksiders 2 scheint tatsächlich ein Umfangmonster zu werden. Sollte schon die Kampagne wesentlich länger werden als der Vorgänger, sollen nun noch ein Arenamodus dazu kommen, sowie ein New Game+, damit sich mehrmaliges Durchspielen auch lohnt.

Den Entwicklern von Darksiders 2 scheint es wirklich sehr am Herzen zu liegen, ihr neuestes Spiel mit Umfang bis zum Abwinken zu versorgen. Dass die Kampagne ungefähr drei mal so lang werden solle, wie der Vorgänger, dürfte inzwischen bekannt sein. Wie jetzt aber bekannt wurde, wird das düster-bunte Action-Adventure zudem noch einen Arena-Modus bieten. Dort ist der Name Programm, müsst ihr als Tod euch doch immer neuen Gegnerhorden gegenüberstellen.

Insgesamt gilt es so, 100 Wellen auszuhalten. Alle fünf Wellen werdet ihr gefragt, ob ihr einen Preis annehmen möchtet und die Runde beendet, oder ablehnt, damit stärkere Monster kommen. Dafür winkt dann ein besserer Preis. Damit nicht genug, wird Darksiders 2 zudem ein New Game+ bieten. Das heißt, dass ihr nach einmaligem Durchspielen ein neues Spiel beginnen könnt, dass härter ist, als beim ersten Mal. Dafür behaltet ihr alle erspielten Gegenstände aus dem ersten Durchlauf.

Gut vorstellbar also, das es bereits in den Anfangsgebieten Stellen gibt, die ihr beim ersten Mal gar nicht betreten könnt, weil dazu Gegenstände erforderlich sind, die ihr erst später bekommt. Ob es auch ein New Game++ und ein New Game+++ gibt, wie etwa in Dark Souls, ist allerdings noch unklar. Aber auch mit „nur“ einem New Game+ wird Darksiders 2 euch wahrscheinlich lange genug bei der Stange halten. Ab dem 17. August wird das Spiel bereits erhältlich sein.

Hitman 5 – Absolution

August 7th, 2012 No Comments »

Für PC, PS3 und XBox 360

Hitman 5 – Absolution soll bekannter Maßen erstmals auch die breite Masse ansprechen. Damit sich Neueinsteiger wohlfühlen und nicht überfordert werden, haben die Macher einige spielerische Maßnahmen ergriffen.

Es ist ein regelrechter Balanceakt, den die Macher von Hitman 5 – Absolution da vollziehen müssen: Während die Hardcore-Fans der Serie einen ebenbürtigen Nachfolger geboten bekommen sollen, möchten die Entwickler erstmals auch neue Spieler für Agent 47 begeistern. Eine nicht ganz einfache Aufgabe, die die Entwickler durch einen dynamischen Schwierigkeitsgrad meistern wollen.

Was genau hat man sich darunter vorzustellen? Hitman 5 – Absolution wird Produzent Luke Valentine zufolge neue Spieler mehr bei der Hand nehmen, als erfahrene Spieler. Letzteren empfiehlt der Macher die Wahl eines höheren Schwierigkeitsgrads, in dem die Spieler selbst herausfinden müssen, wie sie am besten vorgehen. Auf den einfacheren Stufen von Hitman 5 – Absolution hingegen bekommen die Spieler unterschiedliche Hinweise, die ihnen das vorankommen erleichtern sollen – je leichter der Schwierigkeitsgrad, desto mehr Tipps bekommen die Fans.

Je nach Skill des Spielers können einige der Level relativ schnell durchgespielt sein, wie Valentine anmerkt. Wer dennoch eine Herausforderung sucht, schaltet also einen Gang hoch im Schwierigkeitsgrad, versucht seinen Score zu verbessern oder macht sich auf die Suche nach versteckten Bereichen. Der Wiederspielwert liegt den Machern von Hitman 5 – Absolution jedenfalls besonders am Herzen. Und wer weiß: Vielleicht entwickeln ja auch die neu hinzugewonnen Spieler deselben Ehrgeiz wie die alteingesessenen Fans der Serie.

„Der Goldene Computer“

April 15th, 2010 No Comments »

Bereits zum 13. Mal konnten die Leser von COMPUTER BILD SPIELE, AUDIO VIDEO FOTO BILD und www.bild.de über ihre Lieblingshersteller und die von ihnen bevorzugten Produkte in den Kategorien Hardware, Software, Internet, Audio, Video, Foto, Telekommunikation sowie Videospielhardware und PC- und Konsolenspiele abstimmen. Dabei beteiligten sich in diesem Jahr mehr als 120.000 Leser online und per Post an der Abstimmung für den „Goldenen Computer“, die über vier Wochen lief. Nun also stehen die Sieger fest.

In der Kategorie Foto konnte der Hersteller Canon mit 42,6 Prozent der Stimmen einen deutlichen Vorsprung vor dem mit 15,1 Prozent der Stimmen zweitplatzierten Hersteller Panasonic erringen.

Auch in der Kategorie Internet waren sich die Bild-Leser einig, wer den Sieg verdient hat: Ebenfalls mit großem Vorsprung konnte sich Amazonvor dem Tarif- und Versicherungsvergleich Check24.de platzieren.

In der Kategorie Video machte die Firma Samsung, hier allerdings deutlich knapper, das Rennen.

In der Kategorie Hardware gewann die Aldi-eigene Marke Medion.

Im Bereich Software konnte sich der Browser Mozilla den ersten Platz sichern.

Die Firma Apple konnte sich als einziger Hersteller gleich in zwei Kategorien behaupten: Zum einen mit dem iPod Touch in der Kategorie Spiele Hardware, zum anderen in der Kategorie Audio mit einem Produkt aus der iPod Familie.

Spieletest: Harvest Moon – Baum der Stille

April 13th, 2010 No Comments »

Auf hoher See blicken wir auf die kleine Insel, die am Rande des Horizontes erscheint. Das ist sie also, die Waffelinsel. Unsere neue Heimat. Eine Broschüre hat uns auf die Insel geführt, die uns verspricht, ein neues Leben als Farmer – oder als Farmerin – zu beginnen. Ja, richtig gehört! Das erste Mal seit der Harvest Moon Geschichte haben wir nun mit Harvest Moon – Baum der Stille für die Wii auch auf der Konsole die Möglichkeit, zwischen einem Jungen und einem Mädchen zu wählen. Dies war bislang nur in einigen wenigen Vorgängerversionen möglich, wie zum Beispiel auf dem Nintendo DS oder in separaten „Mädchen“ Versionen, die nur in Japan erschienen. Unsere Wahl des Geschlechts beeinflusst zwar auch das Spiel, das allerdings nur minimal. Als Frau kann der Spieler das Farmerleben später mit einem Mann teilen. Als Mann natürlich umgekehrt.

Das Leben auf der Waffelinsel beginnt

Kurz nach unserer Ankunft auf der Waffelinsel lernen wir die anderen Bewohner kennen. Der Bürgermeister zeigt uns neben der Stadt außerdem noch die wichtigen Orte, an denen wir in Zukunft häufiger unterwegs sein werden. Schnell wird uns klar, dass die Insel nicht gerade die Kleinste ist. Neben der Stadt haben wir unter Anderem noch Seen, Berge, die Mienen, eine Quelle und Wälder zu entdecken.
Da unser Haus anfänglich noch nicht fertig ist, kommen wir vorerst bei der Soufflé Farm unter – Unsere spätere Anlaufstelle für Samen, Dünger und mehr. Doch ehe wir eine eigene Farm betreiben können, haben wir einiges zu lernen. Und wo könnten wir das besser, als auf der Soufflé Farm selbst. Da unsere erste Aufgabe darin besteht der Familie bei ihren täglichen Farmerpflichten zu helfen, lernen wir wichtige Inhalte des Spiels kennen, wie beispielsweise das richtige bewässern oder Ernten der Pflanzen. Eine nette Idee ein Tutorial zu gestalten. Nachdem ein wenig praktische Erfahrung gesammelt wurde, können wir unser eigenes Haus beziehen. Dabei wird die Entscheidung dem Spieler überlassen, wo er genau wohnen möchte. In Stadtnähe, an der Küste oder am Fuss des Berges?

Ein hartes, aber erfüllendes Farmerleben

Natürlich ist noch kein Farmer vom Himmel gefallen. Das gilt auch für unsere Spielfigur, die durch die harte und anstrengende Arbeit besonders zu Beginn schnell ermüdet. Man muss praktisch erst lernen, mit dem Werkzeug umzugehen. Je öfter das Werkzeug verwendet wird, umso weniger Ausdauer kostet eine Aktion. Obwohl wir anfänglich also nur eine Reihe Pflanzen anbauen können, damit wir anschliessend noch genügend Energie zum Bewässern haben, wird die Spielfigur mit der Zeit stärker und gewinnt an Kraft und Ausdauer.

Harvest Moon – Baum der Stille beinhaltet natürlich die wichtigen Elemente der Vorgänger. Darunter auch die Sympathie der Inselbewohner, die hier an Herzen gemessen wird. Je mehr man sich mit einem Bewohner anfreundet, umso mehr Herzen erhält man und je nach Anzahl findet ein Event statt, meistens um ein Geschenk des neuen Freundes zu erhalten. Später sind auch Hochzeiten möglich, und kurz darauf erfährt das Familienglück mit einem Baby seinen Höhepunkt. Auch das Spielprinzip, das sich bisher in älteren Titeln gut bewährte, hat sich weitgehend nicht geändert, so dass der Fokus einmal mehr auf Melken und Ernten liegt.

Die Erntegöttin, der Mutterbaum und die Regenbögen

Liebreizend gestaltet wurde die Geschichte „drum herum“, die – wie der Name es wohl schon vermuten lässt – von einem Baum handelt. Der Mutterbaum trocknete laut Spielgeschehen vor etwa 10 Jahren aus und mit dem Leben, das durch die Wurzeln des Baumes floss, verschwanden auch die Erntewichtel, also die kleinen Feen der Insel, und damit auch die Regenbögen. Der Spieler wird mit zahlreichen Aufgaben durch das Spiel geleitet, um die Regenbögen wiederherzustellen und damit der Erntegöttin, die mit dem Baum die Verbindung zum Land verlor, die Bitte zu erfüllen, den Spross des Mutterbaumes zu retten. Neben dem Geschichtsverlauf lässt sich ausserdem auch das Leben der Inselbewohner beeinflussen, so dass vorbestimmte Figuren zueinander finden, heiraten und eine Familie gründen können.

Unser Fazit:

Es ist ein Harvest Moon, wie ein Harvest Moon sein muss – nur noch eine Nummer besser. Die Geschichte wurde liebreizend gestaltet und auch die nervenraubenden Faktoren aus älteren Teilen weisen eine Verbesserung auf. Was bei „Harvest Moon – A wonderful Life“ für den Gamecube zu seiner Zeit noch für Frust sorgen konnte, wie beispielsweise die Qualität der Ernte, wurde in diesem Spiel deutlich angenehmer umgesetzt. Dennoch lässt sich die fehlende freie Kameraführung und die etwas unpassende Wiimote Integration bemängeln. Wird der Wiimote nach oben gehalten, führt die Figur direkt ihre Aktion aus, wenn sie gerade ein Werkzeug hält. Das sorgt nicht selten für sinnlosen Energieverbrauch. Ein wenig mehr Details hätten auch den Animationen nicht geschadet, aber alles in allem lässt sich das Spiel als gelungen bezeichnen, das mit netten und einfachen Dialogen auch jüngeren Spielern ohne Schwierigkeiten die Freude am Farmerleben vermitteln kann.

Spieletest: Dantes Inferno – PS3

März 31st, 2010 No Comments »

Scheinbar knapp dem Tode entronnen, kehrt Dante aus einem Kreuzzug gegen die Heiden zurück, nur um festzustellen, dass ihm seine Familie genommen wurde. Sein Heim ist zerstört und zu allem Übel beansprucht Lucifer auch noch die Seele seiner geliebten Beatrice für sich. Auf Rache sinnend, macht sich der Held des neuen PS3 Action-Spiels Dante’s Inferno auf den Weg direkt in die Hölle, um Beatrice zu retten. Doch auch er hütet ein dunkles Geheimniss.

Eine Reise durch die neun Kreise der Hölle

Lose an die göttliche Komödie von Dante Alighieri angelehnt, führt Dantes Reise ihn durch die neun Kreise der Hölle, die in Sachen Optik und Gegnervielfalt alle mehr oder weniger auf den Sünden wie Wollust, Völlerei oder Neid basieren. Besonders die ersten Gebiete sind sehr einfallsreich aufgebaut und vermitteln den Eindruck, tatsächlich in der Hölle zu sein. Gegen Ende jedoch flachen die Ideen stark ab, die Umgebung wird eintönig und es tauchen nur noch allseits bekannte Gegnertypen auf. Um den Schergen beizukommen, stehen Dante Gevatter Tods Sense sowie sein heiliges Kreuz zur Verfügung. Das Kreuz ist für magische Angriffe zuständig, während mit der Sense wahre Infernos an Combo-Attacken auf die Gegner losgelassen werden können. Fügt man den Monstern genug Schaden zu, lassen sie sich mittels Druck auf die richtige Taste entweder Erlösen oder Bestrafen, was einen Quick-Time Event sowie gute oder böse Seelenpunkte zur Folge hat, mit denen sich Dantes physische sowie magische Angriffe verbessern lassen.

Neben den normalen Höllenwesen, stellen sich dem Helden von Dante’s Inferno auch immer mal wieder riesige Bossgegner in den Weg, bei denen die PS3 ihre Muskeln spielen lassen kann. Die Grafik bleibt auch in turbulenten Momenten stets flüssig, auch wenn manche Texturen ruhig ein wenig schärfer hätten sein können. Die musikalische Untermalung wurde der Atmosphäre gerecht vertont und passt sich dem Spielgeschehen an.

Fazit

Dante’s Inferno ist ein solider Action-Titel für die PS3, mit dem sich wunderbar die Wartezeit auf God of War III überbrücken lässt. Das Entwickler-Team hat es leider nicht bis zum Schluss geschafft, die guten Ideen aufrecht zu erhalten, dennoch will man wissen, wie die Geschichte um Dante, Lucifer und Beatrice zu Ende geht. Unschlüssigen sei die Demo, welche im Playstation Network verfügbar ist, ans Herz gelegt.

Spieletest: Heavy Rain – PS3

März 24th, 2010 No Comments »

Heavy Rain – das wohl umstrittenste Spiel seit Jahren – musste bereits im Vorfeld auf viele Zweifel treffen. Grund dafür war das Gameplay, das praktisch nur aus „Knöpfe drücken“ besteht. Auch die Definition des Spiels fällt schwer. Ein Spiel mit Filmelementen? Ein Film mit Spielelementen? Kann man ein solches Spiel überhaupt noch als Videospiel bezeichnen? Zumindest eins lässt sich sagen: es ein interaktives Drama mit packender Story, überraschendem Ende und einer beeindruckenden Grafik, welches dem Spieler völlig neue Dimensionen offenbart, wie man ein Spiel erleben kann.

Der Einstieg – Guten Morgen

Noch scheint alles ganz idyllisch: Wir finden uns in einem grossen Familienhaus mit riesigen Fenstern wieder. Die Sonne ging gerade erst auf, erste Sonnenstrahlen scheinen in das Schlafzimmer, in dem Ethan Mars gerade aus seinen Träumen erwacht. Die erste Aufgabe wird sein, den Architekten aus seinem Bett zu holen. Neben Ethan taucht ein grauer Kasten mit einem nach oben zeigenden Pfeil auf. Das ist unser Startzeichen und wir bewegen den rechten Analogstick langsam nach oben – und schon erhebt sich Ethan Mars aus seinem Bett! Das gesamte Spiel wird mit solchen sogenannten „Quick-Time-Events“ gesteuert und schnell wird klar, wie raffiniert sich diese Steuerungsmethode in das Spielgeschehen einbaut.

Der Spielverlauf – multiple Persönlichkeit

Um nicht zu viel zu verraten, möchten wir den Spieleinhalt nur kurz anschneiden: Heavy Rain erzählt die Geschichte des Origami-Killers, der seine Morde jeweils im Herbst begeht. Seine Opfer, Jungs im Alter von 8 – 13 Jahren, wurden stets mit einer Origami Figur in der Hand und einer Orchidee auf der Brust tot aufgefunden. Die Todesursache: Die Kinder sind ertrunken – an Regenwasser. Der Spieler schlüpft abwechselnd in die Rollen vier verschiedener Personen, die alle mit der Geschichte verknüpft zu sein scheinen. So spielt man entweder Ethan Mars, dessen Sohn Shaun vom Killer entführt wurde und nun diesen zu finden versucht, indem er Hinweise des Killers verfolgt und sich dessen Prüfungen unterzieht, die seine Liebe zu seinem Sohn auf die Probe stellen; Madison Page, die eher zufällig auf Ethan traf und ihm zu helfen versucht; FBI-Agent Norman Jayden, der mit Hilfe von modernsten Hightech-Geräten die Spur des Killers verfolgt oder Privatdetektiv Scott Shelby, der für die Familien der Opfer gegen den Origami-Killer ermittelt. Wie der Verlauf dieser Geschichte aussieht, liegt einzig und allein in den Händen des Spielers, der selbst entscheidet, wie die Figur auf bestimmte Ereignisse reagiert oder was für Dialoge gewechselt werden. Mit den Folgen dieser Entscheidungen wird er den Spielverlauf bestimmen.

Die packende Geschichte wird durch die Umsetzung der Spielmechanik und des geringen Gameplays keineswegs geschwächt – eben durch diese Quick-Time-Events, die häufig unter Zeitdruck setzen, da nicht endlos viel Zeit zur Verfügung steht, um die geforderte Taste zu drücken, wird die Spannung und Dramatik der Story nochmals untermauert. Etwas störend fiel jedoch die Steuerung selbst aus. Damit sich der Charakter fortbewegt, muss die R2 Taste betätigt werden. Der grobe Nachteil: Die Figur rennt stur in die Richtung, in die der Analogstick bewegt wurde, was zufolge hat, dass er hin und wieder gegen die Wand läuft, wenn sich die Bildschirmperspektive ändert.

Heavy Rain ist exklusiv für die PS3 erschienen – als nette Idee wurde neben der Disc sogar eine faltbare Origami-Figur beigelegt.

Das Fazit

Das Spiel überzeugt mit fantastischer Grafik, einer dramatischen Geschichte die viele Überraschungen bietet und der Entscheidungsfreiheit, die den Spieler gerne zum wiederholten Spielen einlädt, um eine andere Version von „Heavy Rain“ zu erleben. Selten hat ein Spiel emotional derart mitgerissen. Dennoch gibt es Spieler, die mit dieser Form des Gameplays nicht zurechtkommen. Wer actionreiche Kämpfe sucht wird hier bestimmt falsch sein, wer sich hingegen auf diese neue Spielweise einlassen kann, wird an „Heavy Rain“ seine Freude finden.

Spieletest: Sonic & SEGA All-Stars Racing – PS3

März 23rd, 2010 No Comments »

Hört man an den Begriff „Funracer“, also ein Rennspiel zum Vergnügen, so erscheint dem einen oder anderen Spieler dasselbe Bild vor Augen: Mario und seine Freunde aus dem Hause Nintendo fahren in Rennfahrzeugen um die Wette, um den Meister unter sich auszumachen.

So oder so ähnlich versuchen es nun auch die SEGA Charaktere wie Sonic, AiAi, Amigo, Joe, Beat, Ulala und viele weitere in ihrem neuen Rennspiel „Sonic & SEGA All-Stars Racing“. Ein schwieriges Unterfangen, sich hierbei den Markt zu sichern, denn nur allzu offensichtlich hat sich SEGA an seinem geistigen Vorbild bedient – und trotzdem irgendwie geschafft, etwas Eigenes daraus zu machen. Leider muss man dennoch sagen, dass treue Mario-Anhänger nur den Kopf schütteln würden, denn obwohl SEGA seine Sache gut gemacht und damit ein gutes Spiel kreiert hat, fühlen sich hier treue Fans des Konkurrenten auf den Schlips getreten.

Genauso wie in anderen Rennspielen gibt es auch hier mehrere Fahrer, die um den Meistertitel antreten. Für eine kürzere Spieldauer kann man aber auch auf die Einzel- oder Zeitfahrten zurückgreifen. Wie die Figuren sind auch andere Spielelemente, zum Beispiel die Strecken, aus den zahlreichen SEGA Titeln entnommen. So düst man entweder am Strand der Wal-Lagune entlang oder fährt durch Tokyo-To, die Stadt aus „Jet Set Radio Future“. Die Strecken wurden mit sehr viel Liebe zum Detail entworfen und lassen den Spieler selbst nach wiederholten Fahrten immer wieder neue Details entdecken. Auffällig war die hohe Farbintensität der Level. An Farben wurde nicht gespart – während der Faschingspassage durchquert man sogar einen klassischen und farbenfrohen Hippietunnel. Für den Einen ein prächtiger Hingucker, für den Anderen ein bunter Alptraum.

Typisch für einen Funracer: Tricksen und Schummeln ist erlaubt und jedes Mittel, das zum Sieg führt, ist erwünscht. Natürlich verzichtet auch „Sonic & SEGA All-Stars Racing“ nicht auf eine ordentliche Mogel-Portion und verfügt über sogenannte „Power Ups“, die dem Spieler Gegenstände geben, um andere Fahrer von ihrem Sieg abzubringen. So kann man beispielsweise den Vorder- oder Hintermann mit Raketen oder Boxhandschuhen abfeuern und so an Abstand zu gewinnen. Neueinsteiger könnten allerdings ein grosses Problem mit dem „driften“ bekommen. Denn ohne die Kurven zu driften ist es kaum möglich ein Rennen zu gewinnen. Das kann für Frust sorgen und die Motivation hemmen. Ein Pluspunkt an die Missionen, von denen es knapp 60 gibt: Diese führen spielerisch und mit guten Erklärungen in das Driften ein und bringen Abwechslung ins Spiel.

Jedes erfolgreiche Rennen wird mit Sega-Meilen belohnt, die sich im Spielinternen Shop gegen Strecken, Fahrer oder andere Belohnungen einlösen lassen. Das Spiel erschien auf mehreren Plattformen, darunter für Heimkonsolen wie die Xbox 360, PS3 oder die Wii oder für unterwegs auf dem Nintendo DS.

Fazit: „Sonic & SEGA All-Stars Racing“ erfüllt all das, was man sich von einem Funracer wünscht, kommt aber trotzdem nicht ganz an seinen starken Konkurrenten „Mario Kart Wii“ heran. Einzig störend waren die „Slowdowns“, die zumindest bei der PS3 Version, die wir getestet haben, für ein kurzes Ruckeln während dem Spielverlauf sorgten und so an Geschwindigkeit nahmen. Dennoch Daumen hoch für dieses Spiel – vorausgesetzt man lässt sich neben Mario Kart auch auf andere Spassrennspiele ein.